Sassenbergerinnen lassen sich in der Osternacht taufen Zum Glauben bekennenPfarrer Andreas Rösner hat (v. l.) Alexandra Grouls, Antonia Reger und ihre Tochter Romy, und Viktoria Keller auf die Taufe vorbereitet. Foto: Bischöfliche Pressestelle/A-C. Ladermann Sassenbergerinnen lassen sich in der Osternacht taufen

Sassenberg - Antonia Reger möchte sich gemeinsam mit ihrer Tochter taufen lassen. Alexandra Grouls möchte katholisch heiraten. Und Viktoria Keller hat die Sehnsucht verspürt, sich zum Glauben zu bekennen. Sie alle eint der Wunsch, in die Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen zu werden. In der Osternacht am Samstag, 20. April, ist es für zwei von ihnen soweit: Nach mehrmonatiger Vorbereitung lassen sich Alexandra Grouls und Viktoria Keller in der Kirche St. Johannes Evangelist in Sassenberg taufen.

Antonia Reger ist mir ihrer Familie über Ostern verreist. Pfarrer Andreas Rösner hat die 35-Jährige und ihre achtjährige Tochter Romy darum bereits am zweiten Sonntag der Fastenzeit getauft. „Meine Eltern sind evangelisch. Sie haben uns Kindern die Entscheidung überlassen, welcher Konfession wir uns anschließen, haben uns aber nach christlichen Werten erzogen“, blickt Antonia Reger zurück. Durch ihren Ehemann, der katholisch ist, und ihre Tochter, die den katholischen Kindergarten besucht hat, ist bei ihr der Wunsch entstanden, sich taufen zu lassen. Gemeinsam mit ihrer Tochter, die am 2. Juni zur Erstkommunion geht. Für die Romy und ihre Mutter war der Tag der Taufe ein besonderer Tag – der die eine oder andere Überraschung bereithielt: „Ich hätte nicht gedacht, dass so viel Wasser benutzt wird“, erinnert sich Romy lachend.

„Ich hätte nicht gedacht, dass so viel Wasser benutzt wird.“
Romy Reher

Viktoria Keller und Alexandra Grouls steht die Taufe noch bevor. Keller kommt gebürtig aus Kasachstan, seit 1991 lebt sie in Deutschland. Ihre drei Kinder, 21, 16 und zehn Jahre alt, sind alle katholisch getauft. Sie selbst hat ihren Glauben von ihrer Uroma vermittelt bekommen, die ihr viel von Gott erzählt und aus der Bibel vorgelesen hat. „Ich habe lange gedacht, dass es mir reicht, wenn ich einfach an Gott glaube. Dafür muss ich mich zu keiner bestimmten Religion bekennen“, erzählt die 40-Jährige. Doch plötzlich sei es da gewesen, das innere Bedürfnis, es doch offiziell zu machen und den Schritt zu gehen, sich taufen zu lassen. Ihr Ehemann ist katholisch, die Vorbereitungen auf die Sakramente ihrer Kinder hat sie alle begleitet. „Der Glaube gibt mir Kraft“, sagt sie. „Ich möchte mir nicht vorstellen, dass es keinen Gott gibt.“

„Der Glaube gibt mir Kraft."
Viktoria Keller

Auch für Alexandra Grouls ist es selbstverständlich, an Gott zu glauben. „Ich habe schon lange den Wunsch, mich taufen zu lassen“, erzählt die 38-Jährige. Was sie bisher daran gehindert habe, seien weltliche Gründe: der wuselige Familienalltag mit drei Kindern, die berufliche Selbstständigkeit, wenig Zeit. Obwohl ihr Ehemann evangelisch ist, hat sie sich stets zur katholischen Kirche hingezogen gefühlt. Darum hat sie auch ihre Kinder katholisch taufen lassen und sie bei der Vorbereitung zur Erstkommunion als Katechetin begleitet. Die kirchliche Trauung im August ist nun der Anlass für die Mutter, sich mit ihrem eigenen Glauben auseinanderzusetzen und sich in der Osternacht taufen zu lassen.

Nachhaltig beeindruckt hat Viktoria Keller und Alexandra Grouls die Fahrt nach Münster, wo Bischof Dr. Felix Genn sie und die anderen erwachsenen Taufbewerber aus dem Bistum bei einem Gottesdienst im St.-Paulus-Dom offiziell zum Sakrament zuließ. „Es war ein schönes Gefühl, zu sehen, dass sich noch andere auf diesen Schritt vorbereiten“, berichtet Viktoria Keller. Berührt hat Alexandra Grouls der Moment, als sie und die anderen Täuflinge gemeinsam mit Bischof Genn in den Dom einzogen. „Als ich meine Familie und die anderen Besucher gesehen habe, ist mir bewusst geworden, dass ich durch meine Taufe Teil einer großen Gemeinschaft werde.“

„Es war ein schönes Gefühl, zu sehen, dass sich noch andere auf diesen Schritt vorbereiten.“
Viktoria Keller

Auch für Pfarrer Rösner ist es etwas Besonderes, gleich drei Erwachsene aus Sassenberg auf die Taufe vorzubereiten. Seit Anfang des vergangenen Jahres hat er bei regelmäßigen Treffen mit ihnen darüber gesprochen, was es bedeutet, an Gott zu glauben, wie man beten kann und welche Symbolik es bei der Taufe gibt. „Es ist für mich immer wieder eine Bereicherung, das, was für mich selbstverständlich ist, neu zu hinterfragen und zu erklären“, sagt Rösner. Gerade mit Blick auf die aktuelle Situation, in der Kirche sich befinde, freue er sich, dass sich Menschen dazu entschließen, dazuzugehören, „weil der Glaube an Jesus ihnen wichtig ist. Und das ist das Entscheidende.“

Quelle: WN vom 18.04.2019  /  Text & Foto: Bischöfliche Pressestelle/A-C. Ladermann

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