„Wir müssen in die Menschen investieren“

Glockebericht Bishofsbesuch in FuechtorfVon der interessanten Arbeit in seinem Bistum in Nordghana berichtete Bischof Alfred Agyenta den interessierten Gemeindemitgliedern im Füchtorfer Pfarrheim. Zuvor hatte er in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt das Pontifikalamt zelebriert. Bild: C. AlsmannFüchtorf (ca) - Wieder einmal ist Bischof Alfred Agyenta zu Gast in Füchtorf. Die Gemeinde kennt ihn, die Freundschaft zu St. Mariä Himmelfahrt ist in den vergangenen 24 Jahren stets gewachsen.

Schon lange vor seiner Berufung zum Bischof war Alfred Agyenta oft zu Besuch in Füchtorf und hat Urlaubsvertretungen von Pastor Norbert Ketteler übernommen. 2011 erfuhr der Geistliche in Ghana die Ernennung zum Bischof. „Ich freue mich noch heute, dass ich damals dabeisein durfte“, sagte Pastor Norbert Ketteler, der zahlreiche Gemeindemitglieder nach der Sonntagsmesse im Pfarrheim begrüßen konnte.

 Die Gemeinde konnte dabei einiges über das Leben, sowie die Aufgaben Agyentas als Pfarrer und Bischof im Bistum Navrongo-Bolgatana in Ghana erfahren. Von der Zukunft und der Struktur seiner Gemeinden, von seinen persönlichen Erfahrungen und den Aufgaben, die so anders sind als in Deutschland, berichtete er gerne. Alfred Agyenta ist in einer jungen Gemeinde Bischof, das Bistum ist erst 1906 gegründet worden und zählt rund 100 000 Katholiken. 20 Pfarreien gibt es und 70 Priester. Zur Struktur gehören Schulen sowie Kranken- und Sozialstationen, aber auch Ausbildungsstätten für angehende Pastore gibt es.

 „Wir müssen in die Menschen investieren und in deren Selbstständigkeit, das ist meine größte Aufgabe“, erklärt der Gast. „Mein Job ist nicht nur, das Evangelium zu verkünden“, fügte der Bischof hinzu. Mehr als 200 Menschen hat Agyenta an Ostern getauft, die Kirchen in seinem Bistum seien bei allen Gottesdiensten gut gefüllt. „Dennoch ist der Glaube bei den Menschen nicht tief, es ist schwer, sie zu überzeugen.

Die Aufgabe der Kirche in Ghana liegt hauptsächlich in der Entwicklungshilfe und der Hilfe zur Selbsthilfe. Es ist schwierig. junge Menschen für die Schule zu begeistern, und es gibt immer noch Probleme mit dem Trinkwasser“, sagte Agyenta. Die Partnerschaft der Gemeinden in Nordghana mit dem Bistums Münster ist Bischof Alfred Agyenta sehr wichtig. Er wird bis zum Katholikentag bleiben und in Füchtorf Gastfreundschaft genießen.

„Ich bin dankbar, dass ich hier immer offene Türen finde“, freute er sich. Genauso viel Freude zeigte der hohe Gast über die Spende der Caritasgruppe. Beim Solidaritätsessen am Palmsonntag war eine ordentliche Spendensumme zusammengekommen, die der Bischof nun in seinen Gemeinden segensreich einsetzen kann.

Quelle: "Die Glocke" vom 02.05.2018  /  Text & Foto: C. Alsmann

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